Freitag, 19. September 2014

Blind Date


Als Mensch bist du faszinierend.
Als Frau begehrenswert…


Es war ein wunderbares Blind Date, gestern. Ich war sehr gespannt auf dich, weil dein Brief zuvor dich zwischen den Zeilen manchmal recht mädchenhaft darstellte. Dann deine Stimme am Telefon. Ich war sofort warm mit dir und hörte kaum, was du sagtest, sondern fast nur auf das Wie. Du sprachst sehr lebendig, manchmal ruhig und warm, manchmal fast lachend, voller Kraft und dann wieder sanft - ich fühlte mich wohl mit und in deiner Stimme.
Als wir uns dann gestern gegenüber standen, faszinierte es mich zunächst wie sehr deine Augen im Einklang mit deiner Stimme waren. Ja, so hatte ich sie mir vorgestellt. Innerlich grinsend musste ich registrieren, dass mein zweiter Blick dann deinen kleinen Brüsten galt.
Ein merkwürdiger Moment war das. Weder mit Distanz, noch mit Nähe zunächst. Mit den Augen fingst du an zu lächeln, dann strecktest du mir die Hand entgegen. “Komm,” sagtest du und zogst mich in das Restaurant an einen ruhigen Tisch. Es war mir absolut unmöglich, so geistvoll zu sein, wie ich’s mir vorher vorgenommen hatte. Mir fehlten Die Worte. Und du sagtest nix. Schautest mich nur an. Im Hintergrund war dein Blick abschätzend, konzentriert. Dann war es mir, als würdest du in meine Augen eintauchen wollen. Und dann die Erlösung: “Wollen wir was trinken?” fragtest du.
Von da an ging’s locker. Wir tauten beide auf und es wurde ein schöner Abend - mit viel Lachen, später tiefsinnige ruhige Gespräche und ganz später ein Gastwirt, der vor uns einen Stuhl auf den Tisch stellte.
Irgendwie passte es nicht, als ich dir zum Abschied nur die Hand gab.  Deshalb umarmte ich dich, aber auch das passte irgendwie nicht so richtig. Verlegen gingen wir auseinander.
Als ich dann heute aufwachte, musste ich lachen. Über mich, aber auch über dich. Darüber, wie blöd ich dir manchmal vorgekommen sein musste, und darüber wie schön es mit dir war. Schade, dass ich es dir nicht sagen konnte. Ich hatte ja deine Telefonnummer nicht.
Ich hatte ein leichtes Kribbeln im Bauch, als ich ins Bad ging, um mich zu rasieren. Ich schnitt Grimassen im Spiegel, pfiff den Radetzky-Marsch, pupste ausgelassen und lachte wieder. Ich konnte mich selbst nicht ernst nehmen mit dem ganzen Schaum im Gesicht.
Glücklicherweise war dann der Kaffee fertig. Ich verzichtete auf den Toast, setzte mich mit dem Becher an den Küchentisch und begann zu sinnieren, wie ich es nannte. Mit anderen Worten stierte ich vor mich hin - mal nachdenklich, blickend, mal blöde grinsend, aber ansonsten recht zufrieden mit meinem Leben. Außerdem war’s Sonntag, ich konnte es mir leisten.
Das Telefon unterbrach mich dann. Mutti rief an jedem Sonntagmorgen an, und ich meldete mich so fröhlich wie immer, damit sie wusste, dass es mir gut geht. Aber es blieb stumm in der Leitung. Nur Sekunden. Aber ich hörte ein Atmen und dann deine Stimme: “Ich bin’s,” ein wenig gepresst und verhalten. “Halloooo…” atmete ich aus, und mein Bauch wurde hart.
“Es war schön gestern…,” leise und weich. Da war es wieder, diese Mädchenhafte, das fast wie Unsicherheit wirkte. Es zeigte dich sehr verletzbar.
“Ja,” musste ich lächeln, “das war’s wirklich.”
Schweigen. Und atmen.
“… aber wir sind nicht fertig geworden gestern,” fügte ich dann hinzu.
“Nein?” Jetzt spürte ich dein Lächeln und ich erinnerte mich deiner Augen. “Was möchtest du denn noch tun?”
“Ich sag’s dir nicht,” antwortete ich schmunzelnd, wobei ich selbst so gar keine Idee hatte, was ich damit hätte gemeint haben können.
Aber es war wieder da, unser Lachen. Und unser Reden. Und du.
Erst nach Stunden - ich fühlte mich mittlerweile richtiggehend erschöpft - legten wir auf. Deine Nummer stand auf meinem Telefonblock, deine Adresse hatte ich, und um sieben gab’s Abendessen bei dir…



Ich war pünktlich. Unterwegs hätte ich eigentlich noch Blumen besorgen sollen, aber als ich auf dem Bahnhof war, schien mir das denn doch zu “schlicht”. In der Drogerie kaufte ich dir einen wunderbaren Badezusatz von Shiseido, und einem Impuls folgend ein Fläschchen Massageöl. Erst unterwegs fiel mir dann ein, dass ich ja gar nicht wusste, ob du  überhaupt eine Badewanne hast.
Die Treppen in den zweiten Stock nahm ich zu Fuß, der Fahrstuhl war viel zu langsam. So atmete ich etwas schwerer, als du mir in der geöffneten Wohnungstüre gegenüber standest. Ich freute mich sehr, als ich dich sah. Obwohl dein Blick mich dann wieder einbremste. Schon wie gestern signalisierte er mir warme Distanz. Heute allerdings etwas wärmer, wie mir schien. Du tratest auch nicht zur Seite, um mich herein zu lassen, sondern schautest mich weiter an, als ich auf dich zu kam, und so nahm ich dich in den Arm.
Nur eine kurze Umarmung war es, aber diesmal “passte” es. Ich sah das Lächeln in deinen Augenwinkeln, und wir gingen hinein.
Der Tisch war wunderbar gedeckt. Teller, funkelndes Besteck, glänzende Gläser, zwei Kerzen und ein Flasche Wein. Nur keine Blumen - innerlich trat ich mir in den A…
Und wieder dein Blick. Ruhig und offen, mit dem typischen warmen Lächeln in den Winkeln, und ein wenig fragend.
Deine Freude war offensichtlich, als du den Badezusatz auspacktest (inständig hoffte ich nun, dass du tatsächlich eine Badewanne hast). Du stelltest das Fläschchen vor dein Gedeck und dann fragtest du mich: “Machst du schon mal den Wein auf?”
Es war lecker, was du auftischtest. Doch obwohl wir uns Zeit ließen mit dem Essen und dabei viel redeten, konnte ich es nicht richtig genießen. Viel zu sehr war ich mit dir beschäftigt, achtete auf deine Sprache, deine Gestik, deine Bewegungen und deine Ausstrahlung. Außerdem bohrte noch deine unausgesprochene Frage in mir.
Ich bewunderte dich. Du hattest ein offenes Wesen, viel Gefühl und du strahltest wieder sehr viel Kraft aus. Ich freute mich sehr darüber, dass ich beginnen konnte, mit dir zu “spielen” - ich konnte dich zum Lachen bringen, ins Denken führen oder ins Spüren, und ich war sicher, dass du auch Neckereien mit Freuden annehmen würdest. Aber dafür war’s nicht die Zeit, zwischen uns war einfach zuviel Ruhe.
Gemeinsam brachten wir das Geschirr in die Küche. Ich nahm dein Angebot eines Cappuccinos gerne an, und dann saßen wir uns wieder am Wohnzimmertisch gegenüber.
Durch die Kerzen hindurch sah ich deine Augen schmunzeln - so, als würdest du dich wohl fühlen. Wahrscheinlich strahlte ich dich genauso an. Und dann kam irgendwann deine Frage. Leider nicht, die, über die ich mir gerade soviel Gedanken machte, sondern: “Du hast meine Frage von heute morgen immer noch nicht beantwortet: Was möchtest du tun?”
Ich zögerte, die Antwort war sie verdammt schwer. Aber deine Augen warteten, und so antwortete ich nach kurzem Zögern: “Ich möchte mit dir schlafen.”
Du schienst nicht überrascht. Allerdings sah ich auch kein Zeichen von Begeisterung. Und ich hörte kein Wort. Da war nur dein immerwährender Blick.
Dann erhobst du dich, lächeltest warm und sagtest wieder - wie gestern - ganz schlicht “Komm.” Dabei strecktest du mir deine Hand entgegen. Und dann standen wir vor deinem Bett.
Eine merkwürdige Situation. Vor mir eine Frau, die ich begehrte, daneben einladend ihr Bett - und doch konnte ich sie nicht in den Arm nehmen, geschweige denn endlich küssen. Es ging nicht! Ihre Augen standen irgendwie immer zwischen uns.
Obwohl du aufschauen musstest zu mit hatte ich nie das Gefühl, ich müsste hinabschauen zu dir. Eher empfand ich das Gegenteil. Im Ansatz amüsierte mich das, obwohl ich ein wenig unsicher war. Dann kam erneut die Frage aus deinem festen Blick: “Was möchtest du tun?”
Keine Ahnung, warum ich das sagte, aber ich riskierte es: Ich möchte deine Hände binden…”.
Wieder ein langer Blick, und dann ein lang gezogenes “Okeeeeeeh…”
Ich war sehr überrascht.  Zunächst von mir selbst. Und dann von deiner Antwort darauf.
Ich lächelte vor Erleichterung und bat “Warte…”, ging hinaus, um das Massageöl zu holen und dann ins Bad (Gottseidank, eine Badewanne), um nach einem Frotteehandtuch zu schauen, das ich dann leider in Streifen reißen musste.
Als ich zurückkehret, standest du immer noch so da, unverändert. Ich konnte nicht anders, als dich anzulächeln. Strahlend wahrscheinlich.
“Ziehst du dich aus?” fragte ich und begann, langsam mein Hemd aufzuknöpfen. Ich sah dir dabei zu, wie du aus deiner Bluse schlüpftest, aus der Jeans. Und als ich selbst aus der Hose schlüpfte, öffnetest du schon deinen BH, stiegst aus dem Slip - ohne jedoch den Blick von mir zu wenden.
Dann standen wir uns nackt gegenüber. Wieder mit deinen Augen dazwischen und deren tiefem, unergründlichen Blick. Es war nichts Peinliches in dieser Situation. Ich genoss es sogar, deinen Körper betrachten zu können. Die weiche Haut, sanfte Rundungen, nicht zu große Brüste…
Und dann war die Reihe an mir. Ich sagte “Komm”, reichte dir meine Hand, führte dich zum Bett, auf das du dich dann legtest. Während der ganzen Zeit ließ dein Blick mich nicht los. Auch nicht, als ich deine Hände ans Kopfteil des Bettes band.
Ruhig lagst du da, aber dein Körper schien wie ein Brett, die Beine zusammengedrückt. Ich kniete mich neben dich, legte die rechte Hand auf deinen Bauch (und hoffte inständig, dass sie dir heiß vorkommen möge). Mit der linken Hand strich ich dir eine Haarsträhne aus der Stirn, schaute dich - immer noch lächelnd - an, nahm kurz deine Wange in meine Hand und küsste dich dann mit all meiner Zärtlichkeit auf eine deiner Brustwarzen.
Ich ließ dich nur die Lippen spüren, nicht die Zunge, und spürte dann unter meiner rechten Hand, wie sich dein Bauch ein wenig entspannte. Als ich mich erhob, waren deine Augen zunächst geschlossen, dein Mund schien weich.
Ich griff zum Massageöl, wärmte es ein wenig an, indem ich es in den Händen rieb, und begann dann auf deinem Bauch, es über den Körper zu verteilen. Ich war großzügig mit dem Öl, um meine Hände richtig gleiten lassen zu können. Fest spürtest du sie auf deinem Bauch, etwas leichter auf Unterbauch und Brüsten, ganz leicht auf Schultern und Hals. Bald begann dein Kopf sich leicht im Rhythmus meines Massierens zu bewegen, dein Atem, der bisher zuweilen stoßweise kam, wurde ruhiger und gleichmäßiger, und auch dein Bauch wurde weicher. Ich sagte nichts, ließ dich nur meine Hände spüren.
Nach einiger Zeit war das Öl fast eingezogen, das leichte Massieren an der Grenze zum Reiben. Noch einmal griff ich zum Öl, um es auf deine Beine zu streichen. Zunächst verteilte ich es bis zu den Füssen hinab und vergaß auch nicht die Zwischenräume deiner Zehen, doch dann konzentrierte ich mich zunehmend auf deine Schenkel. Auch sie schienen weicher geworden zu sein, und auf meinen Druck hin nahmst du sie etwas auseinander. So konnte ich dich auch innen streicheln, jedoch hütete ich mich davor, deine Scham zu berühren. Keine Frage, ich hätt’s gern getan - und vielleicht hätte ich es auch “wagen” können, denn zunehmend kamst du mir entgegen, atmetest tiefer, wenn meine Hände ihr näher kamen.
Bald war auch diese Portion Öls verbraucht. Ich nahm nichts neues, doch als ich fertig war, beugte ich mich noch einmal vor und küsste dich zwischen die Beine.
Dann ließ ich dich einen Moment ausruhen und löste die Fesselung.
Deine Augen blieben danach geschlossen. Noch einmal betrachtete ich dein Gesicht, dann erhob ich mich und ging ins Wohnzimmer.
Der Wein stand noch auf dem Tisch. Ich setzte mich auf meinen Stuhl, schenkte mir ein Glas Wasser zum Wein ein und verharrte dann im kerzenschimmernden Halbdunkel, um das eben erlebte sacken zu lassen. Da war nicht der kleinste Eindruck eines Fehls, obwohl ich mir das vorher alles irgendwie anders vorgestellt hatte, Es war einfach gut so, wie es war.
Kurz darauf hörte ich deine nackten Füße über den Dielenboden tapsen, dann spürte ich deine Hand leicht auf meiner Schulter. Ich schaute kurz auf zu dir, dann legte ich meinen Arm um deinen Po und meinen Kopf an deinen Bauch. So blieben wir dann einige Zeit.
Wir hatten kein Wort gewechselt als ich dann aufstand. Ich ging ins Schlafzimmer, zog mich an, wusch dann erst meine noch leicht öligen Hände im Badezimmer. Und als ich den dunklen Flur betrat, kamst du - immer noch nackt - aus dem dämmerigen Wohnzimmer auf mich zu.
Jetzt konnten wir uns wie selbstverständlich umarmen. Und wir hielten uns auch aneinander fest, eine Ganze Zeit. Dann ein letztes Lächeln, ein letzter Blick, und ich ging. Seit dem Bett hatten wir nicht mehr miteinander gesprochen, und ich hatte doch das Gefühl, wir hätten viel miteinander geredet. Mit einem glücklichen Gefühl trabte ich die Treppe hinab zur Haustür.


Als ich am Montag erwachte, war es warm in mir. Irgendwie warst du um mich herum. Ich erinnerte mich deiner Augen (wer könnte die vergessen), deiner Art und deines Duftes. Du schienst mir Aura mitgegeben zu haben, die selbst im Büro nicht abriss. Ich hatte zwar so gar keine Ahnung, wann wir uns wieder sehen würden, aber ich wusste, du warst “da”. Ich spürte dich mit einer Kraft, die mich den ganzen Tag beflügelte. Nur in der Mittagspause - ich hatte mir eine ruhige Bank im Park gesucht - gingen meine Gedanken weg von diesem Gefühl und ich fragte mich, wie du wohl fühlen würdest, was du gerade tatest und wie es dir ging. Und ich freute mich auf heute abend. Ich würde früher ins Bett gehen, dich dann anzurufen, und mit deiner Stimme im Ohr einschlafen. Und, wünschte ich mir, von dir träumen …
Schnell hatte ich nach Feierabend meine paar Einkäufe erledigt. In der Küche stand noch der Abwasch der letzten Tage, den ich gern in Angriff nahm, weil ich dabei an dich denken konnte. Dann machte ich mir ein Wurstbrot, nahm ein Bier aus dem Kühlschrank und setzte mich ins Wohnzimmer, um die Tagesschau zu sehen. Nur kurz kam mir die Idee, dich jetzt schon anzurufen. Aber dann wollte ich auch dir ausreichend Zeit geben, dich ein wenig zu entspannen und dich zu finden.
Als es an der Wohnungstür klingelte, dachte ich sogleich an Peter. Der kam oft Montags vorbei, um sich beim Backgammon ein paar Euro zu verdienen. Aber diesmal standest du vor der Tür.
Ich war überrascht und voller Freude gleichzeitig. Fraulich sahst du aus, im Rock heute, mit gelber Bluse. Ganz anders als gestern in Hose und leichtem Pullover. Ich musste grinsen über mein verhaltenes, erschrockenes Hallo. Doch dann reagierte ich wie üblich, streckte dir die Hand entgegen und sagte “Komm”. Dabei musste ich diesmal allerdings grinsen, und ich fühlte mich wie ein kleiner Junge vor der Bescherung.
Dein Blick war anders heute. Tief wie gehabt, aber diesmal wirkten deine Augen feucht und lachend, so, als würden sie strahlen. Und diesmal war unsere Umarmung wunderbar. Fest, wie auch gestern schon zum Abschied, aber ich hatte nicht mehr das Gefühl, dich zu halten. Ich konnte dich spüren, anfassen, und dein Körper drückte sich gegen den meinen - und nicht nur in meinen Arm. Du hattest gebadet, musste ich innerlich mal wieder grinsen - freute mich aber darüber, als ich das Shiseido roch.
Meine Hände berührten dich am Rücken überall, und wir waren beide recht atemlos durch diese Umarmung, als du sagtest: “Ich habe heut’ kein Höschen an…”.
Jetzt ging’s nicht anders, ich musste dich küssen.
Dieser erste Kuss entsprach zunächst unserer Umarmung. Er war nicht direkt zärtlich, eher “lebendig”, und mit zunehmender Länge wurde er leidenschaftlicher, meine Hände “beweglicher”. Ertasteten sie nach dem Rücken erst den Po und hielten dann beide Backen richtig fest, begaben sie sich dann auf Wanderschaft, und die rechte Hand glitt alsbald unter deinen Rock und zwischen deine Beine. Du stöhntest auf in meinem Mund, und ich stöhnte auf in deinem. Fest presstest du dich an meinen Körper und kamst gleichzeitig meiner Hand entgegen. Es war wunderbar, dich so feucht, so lebendig und so offen gleichzeitig zu spüren und zu fühlen.
“Komm”, nuschelte ich mit vollem Mund, und du hängtest dich an meinen Hals und presstest deine Beine an meine Seiten. So trug ich dich ins Schlafzimmer.
Mit dem Auskleiden war’s schwierig. Diesmal waren nicht deine Augen im Weg, sondern unser Kuss, der nie zu enden sollen schien. Doch wir schafften das und fielen eng umschlungen aufs Bett.
Ich genoss dich mit jeder Phase meines Körpers. Und ich fühle, es ging dir ebenso. Das steigerte meine Lust, die sowieso schon lange für dich offenbar war.
Wir wälzten uns auf dem Bett mal in die eine, mal in die andere Richtung. Es war unruhig genug, um mich daran zu hindern, in dich einzudringen. Dabei hätte ich nichts lieber getan jetzt. Für ein paar Momente war’s so, als würdest du mit mir spielen, weil du begannst, mir auszuweichen. Dann sah ich dein Gesicht vor mir. Es war erhitztes Lachen.
Ich wollte dich wieder an mich ziehen, aber du richtetest dich auf. “Leg dich auf den Rücken.”

Und als du dich auf mich hocktest und mich langsam in dich aufnahmst, kam wieder ein langer Blick. Voller Zärtlichkeit, voller Liebe und voller Lachen war er, als du dich langsam über mich stülptest. Dein Mund übernahm das Lächeln, als du dann die Augen schlossest und mit ruhigen, gleichmäßig kreisenden Bewegungen auf mir rittest.

Die Frau im Wald


Tatsächlich lag sie da, wie Peter es mir beschrieben hatte …
Komisch. Er hatte mich angesprochen, weil seine Frau sich ein Abenteuer wünschte - und das wollte er ihr gönnen, in aller Zweideutigkeit. Und ob ich ihm dabei helfen könnte.
Ich kam aus dem Schmunzeln nicht heraus, als er mir seine Idee erläuterte. Aber da er ein guter Freund war und seine Frau darüber hinaus für mich ein „Klasseweib“, willigte ich ein. Und das führte mich letztendlich nun in diesen Wald, auf diese Lichtung, auf der sie gespreizt zwischen vier jungen Birken lag.
Er hatte ihr gesagt, dass er mit ihr „spielen“ wollte und sie tatsächlich dazu gebracht, sich dort fesseln zu lassen. Dann verband er ihr die Augen und ging. Ich sollte eine halbe Stunde später auftauchen. Aber wie immer kam ich zu früh.
Ich blieb am Waldrand stehen, um mir das Bild, das sich mir bot, in Ruhe anzuschauen: Eine Frau, nackt, gefesselt und offen auf einer Wiese, nur Sonne und lauer Wind auf ihrer Haut … und ein Schmetterling, der sich gerade ausgerechnet auf ihren Venushügel setzte. Friedlich eigentlich, wenn sie ruhig liegen würde. Aber offensichtlich fühlte sie sich nicht besonders wohl, denn ihr Kopf bewegte sich unruhig und der Bauch schien gespannt.
Ich wartete fast eine halbe Stunde. Sie schien sich beruhigt zu haben und lag ruhig – wenn auch nicht entspannt – da. Dann trat ich vom Pfad, der auf die Lichtung führte, ins Unterholz, um sie meine Schritte hören zu lassen, knackend und raschelnd,
Ihr Gesicht wandte sich mir zu. Und ich bemühte mich sehr, laut genug zu sein, als ich aus dem Waldsaum auf die Wiese trat um zu ihr zu gehen, langsam aber stetig.
Sie musste mich atmen hören, als ich über ihr stand. Trotzdem sorgte ich dafür, dass mein Schatten auf ihre Augenbinde fiel. Aber sie schaute sowieso schon Richtung meinem Gesicht und atmete verhalten – ängstlich wirkte sie nicht, aber angespannt.
Komisch, ich hatte sie mir schon oft nackt vorgestellt. Aber sie jetzt so schutzlos und doch so offen vor mir liegen zu sehen, war etwas anderes. Ja, sie war wunderschön, obwohl sie eigentlich keine Traumfigur hatte und die drei Kinder und die fast fünfzig Jahre Spuren auf ihrem Körper hinterlassen hatten. Aber ihre Ausstrahlung berührte mich oft und ihre Lebenskraft beeindruckte mich sehr.
Und nun lag sie vor mir. Völlig schutzlos. Und ich genoss den Blick auf jede Stelle ihres Körpers.
Nur kurz kam mir der Gedanke, mich zu „bedienen“. Aber dann war ich wieder bei ihr und ging neben ihr auf die Knie.
Sie musste ihn spüren, meinen Blick, doch bisher war sie stumm geblieben. Auch ich sagte nichts, schaute sie nur an, und als sie nach einiger Zeit fragte: „Peter?“, schüttelte ich nur den Kopf und sagte „Nein“ mit verstellter Stimme, um mich nicht zu verraten.
Heftig ging ihr Atem, und auch der Kopf schien entkommen zu wollen. Einen Moment ließ ich sie und legte dann meine Hand ganz leicht auf ihren Bauch,
Sie erschrak zunächst, beruhigte sich dann aber doch schnell, weil ich die Hand nicht bewegte, sondern sie sie nur spüren ließ.
Es schien sie zu beruhigen. Flacher wurde ihr Atem. Ruhiger.
Ich beugte mich ein wenig vor, um ihre Brustwarze zu küssen – auch nur ganz zart, eher hauchend. Zog mich wieder zurück, ließ ihr einen Moment und begann dann, nur meine Fingerspitzen auf ihrem Bauch zu bewegen. Ganz leicht nur und eher zuckend.
Die Haut war feucht, und es fühlte sich etwas klebrig an. So hob ich die Hand an, um sie nur ein paar Zentimeter tiefer wieder auf ihrem Bauch abzulegen.
Ihr Atmen wurde hörbarer und nahm zu, als ich die Hand noch ein paar Zentimeter tiefer führte. Entspannung schien für sie jetzt nicht mehr möglich, und nach kurzer Zeit zeigte ich ihr, wie sich meine Finger bewegen konnten. Jeden einzelnen ließ ich sie spüren auf der Wanderung meiner Hand hinunter zu ihrer Scham.
Kraulend verweilte ich einen Moment in ihrem Haaransatz, und als sich meine Fingerspitzen langsam einen Weg hindurch bahnten, wurde ihr Atmen zunehemend schneller und ich spürte Anspannung in ihrem Unterkörper.
Nun legte ich meine andere Hand auf ihren Bauch, während ich mit der ersten kömplett ihre Scham berührte, die ich feucht fühlte.
Und dann tat ich nichts mehr.
Ich hockte nur da, ließ die Hand ruhig auf ihrer Scham liegen und bewegte nur die Hand auf ihrem Bauch, kam ihrem Atmen damit entgegen.
Und es wurde tiefer, dieses Atmen, immer tiefer.
Irgendwann begann ich dann ihr Unterkörper zu bewegen, schien meiner Hand entgegen zu drängen, mehr zu fordern, doch ich ließ sie nur meine Bauchhand fühlen, um sie damit zu halten.
Zunehmend kürzer würden ihre Atemstöße, merkbarer die Forderung ihrer Scham. Und doch schien die Verweigerung einer Bewegung sie immer mehr anzustacheln, denn plötzlich zeigte sie Lust, begann zu stohnen - immer heftiger -, und als ein lauter, langanhaltender Schrei sich löste, spürte ich es warm zwischen meinen Fingern rinnen.
Wieder wartete ich, bis sie sich beruhigt hatte, nahm erst die Hand zwischen ihren Beinen weg, ließ sie die auf ihrem Bauch noch einmal zupackend spüren und beugte mich erneut vor, um ihre Brustwarze sanft zu küssen.

Dann erhob ich mich und ging auf den Waldrand zu, aus dem heraus Peter mir schon entgegen kam. Er lächelte mich nur an und ging, ohne ein Wort zu sagen, zu seiner Frau.